Beiträge von Clint Southwood

    Hallo Herr Mayer,

    zur möglichen Anpassung des Fahrwerks kann ich leider nichts Sinnvolles beitragen, ich finde das Thema aber interessant.

    Wir empfinden es genauso.

    Schon bei der Probefahrt unseres EcoSport fand ich es etwas ungewöhnlich und unangenehm, dass sich das Fahrzeug bei Unebenheiten in der der Fahrbahn merkbar schüttelte. Andererseits sahen wir viele positive Punkte, so dass wir das etwas ruppige Verhalten hinnahmen, man gewöhnt sich ja auch daran. Der EcoSport ist eben nur ein hoch aufgebauter spritziger Kleinwagen, schmal und mit kurzem Radstand.
       
    Die Idee, die kompletten Räder zu tauschen, um mehr und weicheren Gummianteil zu haben, klingt pfiffig.

    Zugelassen sind für einen EcoSport Baujahr 07/18 lt. COC-Papier:

    1. 215/45 R18
    2. 205/50 R17
    3. 205/60 R16

    Ich möchte rein informationshalber über meine Erfahrung zum Thema "Defekte Frontscheibe durch Steinschlag" berichten.
    Es ist natürlich nicht FORD EcoSport-spezifisch, sondern betrifft alle Automobile.

    Vor einiger Zeit habe ich mein Fahrzeug zu einer Werkstatt gebracht, um den bereits länger überfälligen Service durchführen zu lassen.
    Einige Zeit später rief die Werkstatt an, und sagte, sie hätten bemerkt, dass bei dem Fahrzeug "der TÜV" überfällig sei, ob sie das auch mitmachen sollten?

    Das mit dem TÜV war mir "durchgegangen", da das Fahrzeug aber nun schon in der Werkstatt war, stimmte ich zu.
    Am Nachmittag gab's dann einen Anruf, der Service wäre fertig, der TÜV-Prüfer sei auch da gewesen, das Fahrzeug sei aber "durchgefallen" wg. eines Steinschlags im Sichtbereich der Frontscheibe.
    Dann die Frage, ob sie auch gleich eine neue Scheibe beschaffen und einbauen sollen, ein Angebot hätten sie schon erstellt?
    Ich sagte, "Warum nicht, ich bin ja versichert", dann wurde aber noch thematisiert, ob ich im Versicherungsvertrag eine Werkstattbindung vereinbart hätte.
    Das war tatsächlich der Fall, mit der Folge, dass ich den Scheibentausch in dieser Werkstatt, trotz Versicherung, zum größten Teil hätte selber zahlen müssen.
    Also habe ich mein Fahrzeug bei der Werkstatt abgeholt und mir einen Termin für den Scheibentausch bei "Carglas" gebucht, denn "Carglas" war von meiner Versicherung "zugelassen".
    Ca. eine Woche später war ich dann bei "Carglas", es dauert immer ein paar Tage bis zum Termin, da "Carglas" zunächst die passende Scheibe für den Einbau beschaffen muss.
    Der Servicetechniker hat sich den Schaden erst mal mit mir gemeinsam angesehen, und meinte dann, das wäre aber grenzwertig, evtl. sei der Steinschlag gar nicht im Sichtbereich.
    Er holte eine "Sichtbereich-Schablone", und siehe da, der Steinschlag lag mit ca. 5 mm Abstand klar außerhalb des Sichtbereichs (der Schablone).
    Er sagte, das komme immer wieder vor, da viele TÜV-Prüfer gar keine richtige Schablone hätten, sondern einfach ein DIN A4-Blatt als "Schablone" auflegen würden, das wäre aber zu ungenau...

    Wat nu??
    Möglichkeit 1: Scheibe tauschen gemäß TÜV-Mängelreport mit Kosten / Eigenanteil von 300,- €
    Möglichkeit 2: Nur den Steinschlag reparieren lassen und den TÜV davon überzeugen, dass das auch in Ordnung gewesen ist
    -> Keine Kosten, da die Kleinreparatur von der Versicherung übernommen wird
    -> Der Carglas-Mitarbeiter sagte, dass das ggf. Diskussionen mit dem "TÜV-Prüfer" geben könnte, da diese oft sehr von sich überzeugt wären...


    Ich habe mich für die Steinschlagreparatur entschieden.

    Es ist auch problemlos und gut ausgegangen, da die Nachprüfung durch einen Kollegen des ursprünglichen Prüfers vorgenommen wurde.
    Er fragte zunächst "Ist die Scheibe getauscht worden", ich verneinte das und erklärte ihm das mit dem Randbereich und der Steinschlagreparatur.
    Seine Sichtprüfung ergab dann "Ich kann gar nicht sehen, wo überhaupt repariert wurde, das ist so in Ordnung".


    Der springende Punkt / der Grund warum ich das überhaupt so ausführlich aufschreibe, ist folgender:
    Es scheint gängige Praxis bei Hauptuntersuchungen zu sein, zur Bestimmung des Sichtfelds ein DIN A4-Blatt als Schablone zu nutzen.
    Das haben mir mehrere Prüfer von der DEKRA und dem KÜS bestätigt, die ich privat kenne.
    Aussagen: "Das wird bei uns so gemacht", "Das wurde mir so beigebracht", "Das habe ich so gelernt".


    Im Gesetz / der Verwaltungsvorschrift ist die Sichtfensterbreite mit einem Abstand von 14,5 cm rechts und links zur Mittellinie festgelegt, und
    die Mittellinie bezieht sich auf "Mitte Lenkrad".

    2 x 14,5 cm ergibt 29 cm, ein DIN A4-Blatt ist aber 29,7 cm lang.
    Das heißt, die (DIN A4-) "Schablonen" sind 7 mm zu breit, und das zum Nachteil der Kunden.
    Dann wird das DIN A4-Blatt auch noch nach Augenmaß nach der Lenkradmitte ausgerichtet, was eine weitere Unsicherheit reinbringt.
    Ich habe im Nachgang mal selber versucht die Position des Steinschlags mit Bordmitteln zu vermessen.
    Also im Innenraum mit einer Wasserwaage die Lenkradmitte zur Scheibe "hochgezogen" und mit einem Stift markiert, und dann 14,5 cm zur Seite gemessen.
    Das Ergebnis war ebenso eindeutig, wie bei "Carglas" mit der Schablone: Der Steinschlag lag mehrere Millimeter neben meiner Markierung.


    Was lernt man daraus??
    - Ist schwierig, da fällt mir nicht viel zu ein, ein "TÜV-Prüfer" ist ja eine Art "hoheitliche Instanz", und was die feststellt "stimmt".
    Selbst, wenn die Diagnose so falsch ist, wie im beschriebenen Fall, wie will man dagegen vorgehen / sich erwehren?


    Vor einigen Jahren hatte ich übrigens einen ähnlich gelagerten Fall.
    Bei dem Fahrzeug wurde bei der Hauptuntersuchung festgestellt: Vordere Bremsscheibe - Verschleißgrenze erreicht... also "durchgefallen".
    Das Fahrzeug habe ich dann in die Werkstatt gebracht mit dem Auftrag "Bremsscheiben tauschen", um den Mangelpunkt zu beseitigen zu lassen.
    Stunden später rief mich der Werkstattleiter an und sagte, die Scheiben seien zwar nicht mehr neu, aber die Verschleißgrenze, lt. Herstellerangabe, sei
    noch lange nicht erreicht.
    Er sagte, er würde die Bremsscheiben jetzt noch nicht tauschen, das koste nur Geld und bringe für mich keinen Vorteil bzgl. Sicherheit.
    Ich sagte, das sei ein guter Hinweis, nur müsse ich wieder zum TÜV, um die getauschten Bremsscheiben vorzuzeigen.
    Die Werkstatt hatte aber einen eigenen Sachverständigen, der wöchentlich vorbeikam und Prüfungen vornahm.
    Dieser Prüfer hat meinen Mangel für 10,- € Nachprüfgebühr ohne Tausch der Bremsscheiben abgenommen und die Plakette geklebt.


    Auch hier wieder, man ist der "hoheitliche Instanz" des Prüfers "ausgeliefert"...
    Wobei, ich die regelmäßigen Überprüfungen durch "den TÜV" nicht grundsätzlich in Frage stellen möchte, sie sind richtig und wichtig finde ich!!

    Nochmals herzlichen Dank für die Auskünfte, ist mir ja fast unangenhem, dass du so viel Zeit aufwendest...

    Ich habe mal unter die Haube geschaut und vermute, dass bei uns der "Trinary-Schalter" verbaut ist (siehe auch das Foto unterhalb).
    Trinary-Schalter.jpg


    Er hat einen 3-poligen Stecker, was für mich auf einen Wechslerkontakt hindeutet.
    Trinary_2.jpg


    Was mir aber gar nicht einleuchten will: Wie soll der Schalter, der auf dem Rohr fest verbaut ist, sowohl Hochdruck als auch Niederdruck überwachen können??
    Ich stelle mir vor, dass die Hochdruckleitung und die Niederdruckleitung zwei separate Leitungen sind.
    Oder hat man zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Drücke im gleichen Rohr??


    Gruß

    CS

    Prima, danke für den Hinweis!

    Ich habe bislang keine Dichtigkeitsprüfung vorgenommen / vornehmen lassen, dann werde ich mich mal darum kümmern und dann weiter sehen...
    ... und du hast natürlich recht, wenn ich durch meinen Abhilfeversuch den Klimakompressor runinieren würde, dann hätte ich auch nicht viel erreicht. :rolleyes:

    Wo ist der Niederdruckschalter verbaut, unten direkt am Kompressor??


    Gruß
    CS

    Bei unserem EcoSport (Bauj. 2018, 1l-Motor mit 140 PS und Klimaautomatik) ist seit längerem die Klimaanlage ausgefallen, d.h. konkret, sie kühlt nicht.
    Da wir recht wenig mit dem Fahrzeug fahren, habe ich mich zunächst nicht weiter gekümmert, doch nun ist's draußen warm und damit im Auto lästig...

    Bedienseitig ist keine Änderung zu erkennen, man kann die Klimaautomatik an der Bedienkonsole rechts ein- und ausschalten, die Solltemperatur einstellen, etc.
    Ich habe die Sicherungen überprüft, sie sind alle ok, Fehlercodes über OBD auslesen brachte auch keine Erkenntnis.

    Dann habe ich nach dem Klimakompressor gesucht, an den kommt man von unten ran, wenn man die Schutzplatte unter dem Motorraum vorne löst (3 Schrauben mit M8-Sechskant).
    Der Klimakompressor läuft nicht ständig mit, sondern er wird über eine Magnetkupplung zugeschaltet. So war die Ursache für die fehlende Kühlung dann auch schnell erkannt, der Klimakompressor wird nicht zugeschaltet. Da ich die Sicherungen schon überprüft und als Fehlerursache ausgeschlossen hatte, habe ich eine defekte Magnetkupplung vermutet.
    Also Stecker ab und 12 V direkt auf die Kupplung gegeben; siehe da, sie schaltet, also scheint irgendwo davor ein elektrischer Fehler zu sein.

    Im Sicherungskasten im Motorraum sind nicht nur Sicherungen, sondern auch diverse Relais verbaut. Das Relais für die "Klimakupplung" hat den Steckplatz Nr. 67.

    Ich habe das Relais rausgezogen und mit dem baugleichen "Nachbarrelais" getauscht - keine Änderung.
    Dann das Relais geprüft (12 V drauf und die Kontakte durchgemessen), das Relais schaltet und scheint in Ordnung zu sein.

    Danach dann 12 V direkt auf den Sockelkontakt im Relaiskasten gegeben und siehe da, die Magnetkupplung schaltet / klackert.
    Also das Relais mit fliegender Verdrahtung wieder mit dem Sicherungskasten verbunden und externe 12 V auf das Relais gegeben, Ergebnis: Relais und Magnetkupplung schalten.
    Ist das Fahrzeug ausgeschaltet, dann kann man keine Spannung am Relaissockelkontakt messen.
    Bei eingeschaltetem Fahrzeug liegen ca. 8 V an, die aber sofort zusammenbrechen, wenn eine Last angelegt wird.
    Der elektrische Fehler liegt also irgendwo zwischen der Bedienkonsole, an der man die Klimaanlage ein- und ausschaltet und dem Relais.
    Ich habe im Netz nach Schaltplänen vom EcoSport gesucht, aber nix gefunden. Mich würde interessieren, was konkret zwischen dem Schalter an der Bedienkonsole und dem Relais liegt.
    Also welche Kabelbäume, Steckverbindungen, Steuergeräte, etc.


    Kann mir da jemand helfen??


    Eine mögliche Fehlerursache könnte "Marderbiss" sein, solche Tierchen leben bei uns im Umfeld und haben auch schon einigen "Blödsinn" angerichtet.
    Nur konnte ich bislang keinen defekten Kabelbaum im Motorraum finden...


    Mein (temporärer) "workaround" ist übrigens, dass ich die fliegende Verdrahtung für das Relais beibehalten habe.
    Die 12 V hole ich mir vom Abblendlicht, d.h. wenn das Abblendlicht eingeschaltet wird, dann wird auch der Klimakompressor zugeschaltet.
    Das funktioniert so weit, es kommt wieder gekühlte Luft ins Fahrzeug, aber das soll natürlich keine Dauerlösung sein...

    Hallo in die Runde,


    ich hatte das Problem mit dem ausgefallenen Innenraumlüfter beim EcoSport auch schon mal.

    Da wir mehrere angemeldete Fahrzeuge haben, stehen Autos manchmal länger rum ohne bewegt zu werden.
    Meinem Eindruck nach setzt sich durch die Nichtnutzung der Lüftermotor fest, er sollte also gelegentlich / öfters laufen, damit er sich nicht festsetzt.

    "Wer rastet, der rostet"
    (Volksmund)

    Meine Idee zur Abhilfe wenn der Lüfter steht, siehe das beigefügte pdf-Dokument...

    ... ist sogar noch deutlich günstiger, als die genannten günstigen 170,- € ...

    ... und natürlich ohne Gewehr Gewähr, dass es in jedem Fall klappt...


    Gangbarmachung Innenraumlüfter.pdf

    Hallo Herr Merk,

    zu Ihrer Idee, die Hecktür zur Klappe umzubauen, eine Anmerkung:

    Das Fahrzeug hat eine Typzulassung mit der bestehenden Karosserie.
    Für die Zulassung muss der Hersteller die Sicherheit des Fahrzeugs mit umfangreichen Daten belegen (Finite Elemente-Berechnungen, Crashtestdaten, etc.).

    Sollten Sie, was ich mir recht aufwendig vorstelle, die Tür am Dach anbinden um sie als Klappe zu nutzen, dann müssten Sie diese Änderung in die Fahrzeugpapiere "eintragen" lassen.
    Das wird der TÜV wg. der erheblichen Änderung an der Karosserie vermutlich nicht so einfach machen, sondern Ihr Fahrzeug stattdessen evtl. sogar stilllegen.
    Aber vielleicht sehen die das dort auch lockerer und nehmen das ab.
    Ich würde also raten, zunächst mit "dem TÜV" zu reden, und dann ggf. weiter zu planen...
    Gruß CS